Binomialverteilte Zufallsgrößen
Die Binomialverteilung – mit Formel & Beispielen
Einleitung
Die Binomialverteilung ist die Übersicht aller Wahrscheinlichkeiten für die möglichen Trefferzahlen einer Bernoulli-Kette.
→ ein einzelner Versuch mit Treffer / kein Treffer
→ dasselbe Bernoulli-Experiment mehrfach hintereinander
→ Übersicht aller \( P(X={\textcolor{blue}{k}}) \) für \( {\textcolor{blue}{k}} = 0,1,2,\dots,{\textcolor{orange}{n}} \)
→ mehrere Trefferzahlen zusammengefasst
z. B. „höchstens \( {\textcolor{blue}{3}} \) Treffer“
Kumulierte Wahrscheinlichkeiten - höchstens
Eine kumulierte Wahrscheinlichkeit fasst mehrere Trefferzahlen in einem Ergebnis zusammen.
Schauen wir uns das direkt an einem Beispiel an.
Treffer: jede gewürfelte 5.
„Höchstens 3“ bedeutet:
- keine 5 → \( P(X=0) \)
- genau eine 5 → \( P(X=1) \)
- genau zwei 5en → \( P(X=2) \)
- genau drei 5en → \( P(X=3) \)
Diese Einzelwahrscheinlichkeiten können wir mit der Bernoulli-Formel berechnen.
So berechnen wir alle Einzelwahrscheinlichkeiten …
… und addieren, um die gesuchte kumulierte Wahrscheinlichkeit zu erhalten.
Das funktioniert – ist aber bei großen \( {\textcolor{orange}{n}} \) sehr aufwendig.
Deshalb nutzen wir den Taschenrechner, er übernimmt diese Arbeit.
Die Funktion, die wir brauchen, ist
binomCDF.
binomCDF(n, p, k)
berechnet automatisch:
So sieht das am Taschenrechner konkret aus:
binomCDF(10, 1/6, 3), also:\( p= 1/6 \)
\(k = 3\)
Bei „höchstens“ und „mindestens“ weißt du mit deinem Tutor sofort, was zu tun ist.
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Arbeiten mit dem Taschenrechner
Ein kleines Problem beim Taschenrechner:
binomCDF kann nur höchstens rechnen,
also \( P(X \le k) \).
Treffer: jede gewürfelte 5.
Wir schauen uns das am Zahlenstrahl an:
Orange: Das wollen wir berechnen.
Grün: Das kann der Taschenrechner rechnen.
Um mit dem Taschenrechner arbeiten zu können, müssen wir zunächst den grünen Bereich berechnen.
Jetzt rechnen wir mit dem Taschenrechner:
Das ist der grüne Bereich. Gesucht ist der orangene Bereich.
Beide sind Gegenteile → wir nutzen das Gegenereignis.
Wie du siehst, gibt es noch weitere Situationen, in denen du für den Taschenrechner umformen musst – immer dann, wenn dort nicht direkt \( P(X \le k) \) steht.
Orange: Das wollen wir berechnen.
Grün: Das kann der Taschenrechner rechnen.
Der gesuchte Bereich liegt bereits auf derselben Seite wie der TR-Bereich – ein Gegenereignis brauchst du hier nicht, wir passen nur die Grenzen an.
Wir schauen zuerst auf den Zahlenstrahl:
Der Taschenrechner kann nur links rechnen: \( {\textcolor{green}{P(X \le k)}} \).
Also bauen wir den Bereich 2 bis 6 aus zwei TR-Bereichen:
Zuerst der Bereich bis zur 6:
Dann der Bereich bis zur 1 (ist zu viel, muss weg):
Jetzt bleibt genau der mittlere Bereich übrig:
Ob Abitur oder Statistik an der Uni: Dein eigener Tutor schaut dir bei der Eingabe über die Schulter.
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Histogramme erstellen
Ein Histogramm macht die Binomialverteilung sichtbar: Jede Trefferzahl \(k\) bekommt einen Balken – und die Balkenhöhe ist die Wahrscheinlichkeit \(P(X=k)\).
binomPDF(n, p, k)
Ein Histogramm hat auf der x-Achse alle Werte für \(k\) und auf der y-Achse die Wahrscheinlichkeit.
Über jedem \(k\) zeichnest du einen Balken – so hoch wie \(P(X=k)\), die berechnete Wahrscheinlichkeit.
Im Histogramm siehst du die Verteilung der Wahrscheinlichkeiten – am höchsten Balken kannst du den Erwartungswert abschätzen.
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