lineare Gleichungssysteme
Additionsverfahren
Einleitung
Mit dem Additionsverfahren löst du ein lineares Gleichungssystem, indem du eine Variable so „wegaddierst“, dass am Ende nur noch eine übrig bleibt.
Wir starten sofort mit einem Beispiel:
Eine Variable verschwindet, die andere lässt sich lösen – so einfach ist das Prinzip.
Im Beitrag lernst du auch den Fall kennen, in dem man vorher multiplizieren muss, und kannst das Ganze mit Übungsaufgaben festigen.
Einleitung
Mit dem Additionsverfahren löst du ein lineares Gleichungssystem, indem du eine Variable so „wegaddierst“, dass am Ende nur noch eine übrig bleibt.
Wir starten sofort mit einem Beispiel:
Eine Variable verschwindet, die andere lässt sich lösen – so einfach ist das Prinzip.
Im Beitrag lernst du auch den Fall kennen, in dem man vorher multiplizieren muss, und kannst das Ganze mit Übungsaufgaben festigen.
Beispiel 1: Schritt für Schritt
Wir lösen ein lineares Gleichungssystem mit dem Additionsverfahren. Ziel: Eine Variable soll beim Addieren oder Subtrahieren verschwinden.
Hier ist es besonders praktisch: In I steht \( +y \), in II steht \( -y \). Beim Addieren hebt sich \( {\textcolor{green}{y}} \) direkt auf.
Jetzt ist \( {\textcolor{green}{y}} \) weg – übrig bleibt nur noch \( {\textcolor{orange}{x}} \).
Ergebnis: Die beiden Geraden schneiden sich in \( \big({\textcolor{orange}{2}} \mid {\textcolor{green}{3}}\big) \).
Beispiel 2: Gleichung umstellen
Nicht immer kann man Gleichungen sofort addieren. Oft müssen wir sie zuerst so vorbereiten, dass beim Addieren oder Subtrahieren eine Variable verschwindet.
Schauen wir uns das direkt an einem Beispiel an.
So wie die Gleichungen hier stehen, würde beim Addieren keine Variable verschwinden. Also machen wir sie erst „additionsbereit“.
Jetzt können wir die beiden Gleichungen addieren.
Nice: Das \( {\textcolor{green}{y}} \) ist weg. Jetzt lösen wir nach \( {\textcolor{orange}{x}} \) auf.
Damit kennen wir beide Variablen.
Textaufgaben lösen
In Anwendungsaufgaben geht es nicht nur ums Rechnen. Zuerst musst du einen Text verstehen und daraus passende Gleichungen aufstellen. Genau das schauen wir uns jetzt Schritt für Schritt an.
Zuerst sammeln wir die wichtigen Informationen aus dem Text.
Jetzt legen wir fest, wofür unsere Variablen stehen.
Aus dem Text formulieren wir nun die Gleichungen. Zuerst noch in Worten – das hilft beim Überblick.
\( = \textsf{Anzahl } {\textcolor{orange}{\textsf{Hühner}}} + \textsf{Anzahl } {\textcolor{green}{\textsf{Schweine}}} \)
\( = {\textcolor{orange}{\textsf{2} \cdot \textsf{(Hühner)}}} + {\textcolor{green}{\textsf{4} \cdot \textsf{(Schweine)}}} \)
Mit unseren Variablen entsteht daraus das Gleichungssystem.
Wir möchten jetzt \( {\textcolor{orange}{x}} \) eliminieren, damit nur noch \( {\textcolor{green}{y}} \) übrig bleibt. Dafür multiplizieren wir die gesamte Gleichung I mit –2.
Jetzt addieren wir die beiden Gleichungen.
Übrig bleibt nur noch \( {\textcolor{green}{y}} \).
Zum Schluss setzen wir \( {\textcolor{green}{y}} = 12 \) in Gleichung I ein, um \( {\textcolor{orange}{x}} \) zu berechnen.
\( {\textcolor{orange}{x}} \) steht für die Hühner, \( {\textcolor{green}{y}} \) für die Schweine.
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Übungen
Löse mit dem Additionsverfahren
Lösung
Schritt 1: Addiere beide Gleichungen.
Schritt 2: Setze \(x = 3\) in I ein.
Lösung
Schritt 1: Multipliziere I mit 2, damit sich \(y\) aufhebt.
Schritt 2: Addiere die beiden Gleichungen.
Schritt 3: Setze \(x = \dfrac{18}{7}\) in I ein.
Lösung
Schritt 1: Lege die Variablen fest.
Schritt 2: Stelle die Gleichungen auf.
Schritt 3: Multipliziere Gleichung I mit –2, damit sich die \( {\textcolor{orange}{x}} \)-Terme aufheben.
Schritt 4: Addiere die beiden Gleichungen.
Schritt 5: Löse nach \(y\) auf.
Schritt 6: Setze \( {\textcolor{green}{y}} = 18 \) in Gleichung I ein.
Antwort:
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Mehr dazu
in unseren FAQs
Wann ist das Additionsverfahren sinnvoll?
→ gleiche oder entgegengesetzte Vorzeichen
Was mache ich, wenn sich keine Variable direkt aufhebt?
→ Ziel: gleiche Koeffizienten vor einer Variable
Muss ich immer beide Gleichungen verändern?
Welche Fehler passieren beim Additionsverfahren am häufigsten?
→ nicht alle Terme werden mitmultipliziert
→ das Ergebnis wird nicht als Punkt notiert
Muss ich das Additionsverfahren immer verwenden?
→ das am wenigsten Umformungen braucht.
Vertiefung
Weiterführende Informationen
Wenn nichts direkt wegfällt: Additionsverfahren vorbereiten
In Klassenarbeiten sind Gleichungen oft nicht perfekt vorbereitet. Hier siehst du, wie du durch Sortieren und passendes Multiplizieren trotzdem eine Variable eliminierst.
Das richtige Verfahren erkennen
In Klassenarbeiten ist oft nicht die Rechnung das Problem,
sondern die richtige Methode zu finden.
Hier siehst du an kurzen Beispielen, wann welches Verfahren passt.
Das Additionsverfahren ist besonders dann sinnvoll, wenn du eine Variable durch Addieren oder Subtrahieren schnell loswerden kannst.
→ übrig bleibt eine Gleichung mit nur einer Variable
→ entscheide, was am wenigsten Arbeit macht
Typische Fehler beim Additionsverfahren
Hier sind typische Klassenarbeits-Fehler beim Additionsverfahren – erst falsch (rot), dann richtig.
Textaufgaben mit dem Additionsverfahren lösen
In Textaufgaben ist oft nicht das Rechnen schwer, sondern das Erkennen: Welche Infos gehören zusammen?
Tieraufgaben, Ticket- oder Preisaufgaben.
→ zwei Größen
→ zwei Bedingungen
→ ein Gleichungssystem
Ursprung und Entwicklung
Das Additionsverfahren ist Teil der klassischen Algebra, deren Grundlagen schon in der Antike entwickelt wurden. Systematische Rechenmethoden für Gleichungen wurden später von Mathematikern wie René Descartes oder Carl Friedrich Gauß weiter ausgearbeitet und präzisiert.
13:00 -18:30 Uhr
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