Gar nicht so schwer
Der Logarithmus - verständlich erklärt
Einleitung
Mit dem Logarithmus findest du heraus, welche Zahl im Exponenten einer Potenz stehen muss.
Frage: Wie oft muss ich die \(\textcolor{orange}{2}\) mit sich selbst multiplizieren, um \(\textcolor{orangered}{8}\) zu erhalten (oder: \(\textcolor{orange}{2}\) hoch wieviel ergibt \(\textcolor{orangered}{8}\))?
Im Beitrag erfährst du, wie das funktioniert – und wie du es selbst anwenden kannst.
- a → Basis (bleibt gleich)
- x → gesuchte Hochzahl / Exponent
- b → Argument / Ergebnis der Potenz
Einleitung
Mit dem Logarithmus findest du heraus, welche Zahl im Exponenten einer Potenz stehen muss.
Frage: Wie oft muss ich die \(\textcolor{orange}{2}\) mit sich selbst multiplizieren, um \(\textcolor{orangered}{8}\) zu erhalten (oder: \(\textcolor{orange}{2}\) hoch wieviel ergibt \(\textcolor{orangered}{8}\))?
Im Beitrag erfährst du, wie das funktioniert – und wie du es selbst anwenden kannst.
- a → Basis (bleibt gleich)
- x → gesuchte Hochzahl / Exponent
- b → Argument / Ergebnis der Potenz
Wozu brauche ich den Logarithmus
Du kennst Potenzen – aber was macht der Logarithmus anders? Schau dir den Unterschied an:
Frage: Wie oft muss ich die \(\textcolor{orange}{2}\) mit sich selbst multiplizieren, um \(\textcolor{orangered}{8}\) zu erhalten (oder: \(\textcolor{orange}{2}\) hoch wieviel ergibt \(\textcolor{orangered}{8}\))?
Die Antwort darauf liefert der Logarithmus:
Um den Wert von \( \textcolor{green}{x} \) zu bestimmen, verwenden wir den Taschenrechner:
Kopfrechnen mit dem Logarithmus
Wenn du einen Logarithmus ohne Taschenrechner berechnen willst, musst du dich fragen:
Um den Logarithmus im Kopf zu berechnen, wandeln wir ihn zurück in eine Potenzfrage:
Wir gehen die Potenzen der Basis durch – bis wir beim Argument landen:
So kannst du viele Logarithmen im Kopf berechnen – durch Rückwärtsdenken mit Potenzen.
Überblick: Logarithmengesetze
Jetzt zeigen wir dir noch die wichtigsten Logarithmengesetze – damit du sicher und schnell umformen kannst.
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in unseren FAQs
Wozu braucht man überhaupt Logarithmen?
Woran erkenne ich, was Basis und was Argument ist?
Was mache ich, wenn mein Taschenrechner kein log zur passenden Basis hat?
Kann der Logarithmus auch negative Zahlen annehmen?
Wie löse ich eine Gleichung mit unbekanntem Exponenten am besten?
Vertiefung
Weiterführende Informationen
Vom Wurzelziehen zum Logarithmus – Gegenspieler beim Lösen
Beim Gleichungen lösen nutzt du immer die Gegenspieler der Rechenarten, um an das \( \textcolor{green}{x} \) heranzukommen.
Statt \( \textcolor{green}{x}^2 = 9 \) betrachten wir jetzt eine allgemeine Potenzgleichung:
Auch hier suchst du wieder die Hochzahl \( \textcolor{green}{x} \). Der Logarithmus ist die Umkehrrechnung zu dieser Potenz.
Wir wollen die Hochzahl finden – also den Exponenten. Deshalb wenden wir den Logarithmus zur Basis 2 an – denn die Basis bleibt immer gleich.
Links wenden wir das 3. Logarithmengesetz an: \( \log_{\textcolor{orange}{a}}({\textcolor{orangered}{x}}^{\textcolor{green}{n}}) = {\textcolor{green}{n}} \cdot \log_{\textcolor{orange}{a}}({\textcolor{orangered}{x}}) \)
Dieses Gesetz sagt nur:
Der Exponent darf aus dem Logarithmus heraus –
und vor die Klammer wandern.
Da \( \log_{\textcolor{orange}{2}}(\textcolor{orange}{2}) = 1 \), bleibt links nur noch \( \textcolor{green}{x} \):
Jetzt kann man den Taschenrechner benutzen – oder rückwärts denken:
Logarithmen in der realen Welt
Logarithmen klingen erstmal trocken – aber sie begegnen dir in der echten Welt viel öfter, als du denkst! Wir zeigen dir zwei Beispiele.
Nach wie vielen Jahren hat sich dein Geld verdoppelt?
Sollte dein Taschenrechner keine log-Taste haben, bei der du die Basis selbst eingeben kannst, brauchst du den Basiswechsel.
Besondere Logarithmen – die wichtigsten im Überblick
Bei einigen Logarithmen wird die Basis nicht extra dazugeschrieben – weil sie immer dieselbe Zahl ist. Genau deshalb haben sie eigene Namen und sogar eigene Tasten auf dem Taschenrechner.
- Die Basis des natürlichen Logarithmus ist \( \textcolor{orange}{e} \approx 2{,}718 \) – die Eulersche Zahl.
- Sie entsteht, wenn man natürliches Wachstum mathematisch beschreibt → Wenn etwas natürlich wächst oder zerfällt (z. B. Populationen, Zinsen, Radioaktivität) taucht \( \textcolor{orange}{e} \) auf.
- Darum verwendet die Wissenschaft fast immer den natürlichen Logarithmus \( \ln(\textcolor{orangered}{b}) \).
Wann darf ich den Logarithmus nutzen?
Warum müssen beide Werte positiv sein?
Einfach ausgedrückt: Der Logarithmus denkt eine Potenz rückwärts. Daher darf nur das vorkommen, was bei Potenzen überhaupt entstehen kann.
Wusstest du schon…?
Der Logarithmus wurde vor über 400 Jahren erfunden – lange vor Taschenrechnern. Er war eine mathematische Revolution, denn er machte komplizierte Rechnungen viel einfacher.
konnte man plötzlich nur addieren und subtrahieren – dank Logarithmen.
Deshalb waren Logarithmen früher in der Astronomie, Physik und Seefahrt unverzichtbar. Sogar für die erste Mondlandung wurden Berechnungen mit Logarithmen durchgeführt.
Kurz gesagt: Ohne Logarithmen hätten wir vielleicht nie das Weltall erforscht.
13:00 -18:30 Uhr
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