Mittlere & momentane Änderungsrate
Der Differenzenquotient
Einleitung
Mit dem Differenzenquotient berechnest du die mittlere Änderungsrate – also die durchschnittliche Steigung zwischen zwei Punkten.
- Differenzenquotient → durchschnittliche Steigung (Sekante)
- Grenzwert \( {\textcolor{green}{x}} \ {\textcolor{midnightblue}{\textit{läuft gegen}}} \ {\textcolor{orangered}{a}} \) Differentialquotient → momentane Steigung (Tangente)
Jetzt berechnen wir den Differenzenquotienten:
Das heißt: die Funktion steigt im Durchschnitt um 5 pro Schritt in x-Richtung
- \( \Delta y \) = Abstand der Funktionswerte
- \( \Delta x \) = Abstand der x-Werte
Einleitung
Mit dem Differenzenquotient berechnest du die mittlere Änderungsrate – also die durchschnittliche Steigung zwischen zwei Punkten.
- Differenzenquotient → durchschnittliche Steigung (Sekante)
- Grenzwert \( {\textcolor{green}{x}} \ {\textcolor{midnightblue}{\textit{läuft gegen}}} \ {\textcolor{orangered}{a}} \) Differentialquotient → momentane Steigung (Tangente)
Jetzt berechnen wir den Differenzenquotienten:
Das heißt: die Funktion steigt im Durchschnitt um 5 pro Schritt in x-Richtung
- \( \Delta y \) = Abstand der Funktionswerte
- \( \Delta x \) = Abstand der x-Werte
Was ist eine Sekante?
Die Sekante ist eine Gerade, also eine lineare Funktion. Sie schneidet den Funktionsgraphen in zwei Punkten.
Die Steigung der Sekante gibt die durchschnittliche Steigung des Graphen zwischen den beiden Schnittpunkten an.
- 4 ist die mittlere Änderungsrate zwischen den beiden Punkten
- Also: die Funktion steigt im Durchschnitt um 4 pro x-Schritt nach rechts
Differenzenquotient - Anwendung
Bestimme die durchschnittliche Wachstumsgeschwindigkeit der Pflanze zwischen \( x = 1 \) und \( x = 3 \).
Grenzwert und momentane Änderung
Wir wollen wissen, wie schnell die Pflanze zu einem bestimmten Zeitpunkt wächst. Dafür betrachten wir zunächst einen Zeitraum — und verkleinern ihn Schritt für Schritt, bis wir die Änderung genau an einem Punkt erhalten.
Wir bilden den Grenzwert für \( {\textcolor{green}{x}} \to {\textcolor{orangered}{a}} \). Das heißt, wir verringern den Abstand zwischen \({\textcolor{green}{x}} \) und \( {\textcolor{orangered}{a}} \), bis er praktisch nicht mehr sichtbar ist und erhalten die Steigung an genau einem Punkt.
Das setzen wir nun rechnerisch mit dem Grenzwert des Differenzenquotienten um.
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in unseren FAQs
Was ist der Unterschied zwischen Differenzenquotient und Differentialquotient?
Warum brauche ich zwei Punkte für den Differenzenquotienten?
Warum kann man die momentane Steigung nicht direkt berechnen?
Was bedeutet der Grenzwert beim Differentialquotienten?
Warum ist die h-Methode so wichtig?
Mehr dazu
Weiterführende Informationen
Die h-Methode
Die h-Methode ist eine Möglichkeit, die momentane Steigung an jeder Stelle einer Funktion zu bestimmen, ohne konkrete Werte einzusetzen.
Das ist die Ableitung der Funktion \( f(x) = x^2 \).
Wie entsteht die h-Formel allgemein?
Vom Differenzenquotient zur Ableitung
Wir vergleichen Differenzenquotient und Differentialquotient an einer konkreten Funktion.
Zuerst bestimmen wir mit dem Differenzenquotienten die durchschnittliche Steigung – also die Steigung der Sekante – zwischen zwei Stellen. Dazu wählen wir neben \( {\textcolor{orangered}{x_1}} \) einen zweiten Punkt bei \( {\textcolor{green}{x_2}} = {\textcolor{green}{4}} \).
Als Nächstes bestimmen wir den Grenzwert des Differenzenquotienten. Dazu lassen wir \( {\textcolor{green}{x_2}} \) immer näher an \( {\textcolor{orangered}{x_1}} = {\textcolor{orangered}{2}} \) heranrücken – so erhalten wir die momentane Steigung, also die Steigung der Tangente an der Stelle \({\textcolor{orangered}{x_1}} \).
Bisher haben wir die momentane Steigung an einer festen Stelle bestimmt. Jetzt nutzen wir die h-Methode und zeigen, dass das allgemein funktioniert – ohne konkrete Zahlen einzusetzen.
Jetzt lassen wir \( {\textcolor{green}{h}} \) gegen \( 0 \) laufen und bilden den Grenzwert.
Sekante vs. Tangente
Bisher haben wir Steigungen rechnerisch bestimmt. Im Bild siehst du jetzt, was geometrisch dahintersteckt.
Im Bild siehst du eine Sekante und eine Tangente an einer Funktion.
Die Sekante und die Tangente sind keine Gegensätze. Die Tangente entsteht als Grenzfall aus der Sekante.
Vertiefung
Der Differenzenquotient beschreibt immer eine mittlere Änderung zwischen zwei verschiedenen Stellen. Mathematisch bedeutet das: Man betrachtet einen ganzen Abschnitt des Graphen.
In vielen Anwendungen – etwa bei Geschwindigkeit, Wachstum oder physikalischen Prozessen – interessiert aber nicht, was im Durchschnitt passiert, sondern was genau in einem bestimmten Moment geschieht.
Eine solche momentane Änderung lässt sich nicht direkt messen. Zwischen zwei verschiedenen Stellen liegt immer ein Abstand.
Genau an dieser Stelle kommt der Grenzwert ins Spiel.
Der Differentialquotient ist keine neue Rechenformel, sondern eine Idee.
Man betrachtet den Differenzenquotienten und lässt den zweiten Punkt immer näher an den ersten heranrücken.
Im Grenzfall fallen beide Punkte zusammen. Der betrachtete Abschnitt wird zu einem einzelnen Punkt.
Geometrisch entsteht so aus der Sekante die Tangente. Rechnerisch erhält man den Differentialquotienten.
Dieser Grenzwert ist die mathematische Grundlage der Ableitung.
Warum die h-Methode ein Universalwerkzeug istWährend der Grenzwert des Differenzenquotienten die momentane Steigung an einer festen Stelle liefert, geht die h-Methode einen Schritt weiter.
Hier wird kein konkreter Punkt festgelegt. Stattdessen beschreibt \( h \) einen beliebig kleinen Abstand.
Indem man diesen Abstand gegen null laufen lässt, entsteht eine allgemeine Funktionsvorschrift für die Steigung.
Genau deshalb ist die h-Methode das zentrale Werkzeug der Analysis:
Mit einer einzigen Rechnung erhält man die Steigung an jeder beliebigen Stelle des Funktionsgraphen.
Die Ableitung beschreibt, wie sich die Steigung insgesamt verhält.
13:00 -18:30 Uhr
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